Neuer Tagungsband erschienen

Eigentlich ist das Erscheinen des Tagungsbandes der vergangenen Tagung immer mit der Durchführung der aktuellen Archäologentage in Otzenhausen verbunden. Wegen der Corona-Krise war dies nicht möglich. Dennoch wollen wir den Tagungsband der Tagung 2018 nun der Öffentlichkeit übergeben.

Das Buch ist dem Luxemburger Heimatforscher Jacques Bonifas aus Nospelt zum 70. Geburtstag gewidmet. Er ist langjähriger Vorsitzender des Vereins „D’Georges Kaysers Altertumsfuerscher“ (www.gka.lu), der seit nunmehr 30 Jahren einen römischen Gutshof mit Burgus in der Nachbarschaft des bekannten Nospelter Gräberfeldes ausgräbt.
Mehr zu seiner Person und seinem Wirken finden Sie in der Widmung, die von Mitarbeitern des CNRA (Centre national de recherche archéologique) Luxemburg verfasst wurde.

Die Publikationsreihe der Archäologentage ist nach dem Prinzip des Open Access ausgerichtet. Das heißt, Sie können die Artikel kostenfrei downloaden. Es ist aber auch eine gedruckte Papier-Version erhältlich, die von unserem Verein geleistet wird.

Den Download finden Sie auf unserer Homepage (hier)
Wenn Sie das 336-seitige Buch (vollständig in Farbe) als Hardcover bestellen möchten, schreiben Sie eine Email an:Kerstin.Adam@hochwaldkelten.deDer Preis beträgt 39,95 € + 6 € Porto/Verpackung. Vereinsmitglieder erhalten eine Vergünstigung von 3 €.

Einladung Archäologentage Otzenhausen (19.-22.03.2020)

Abgesagt und wegen der Corona-Krise verschoben auf:

19.-22. November 2020

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online Anmeldung (hier)    (en français)

Programm (hier)   (Version française)

Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern möchten wir Sie auf folgende Spitzen-Veranstaltung aufmerksam machen:

ARCHÄOLOGENTAGE OTZENHAUSEN 2020
Das erste Jahrtausend vor Christus – die Geburt von Europa
sowie neue Forschungen aus der Großregion

Sehr geehrte Damen und Herren,

vom 19. bis 22. März 2020 veranstalten die Europäische Akademie Otzenhausen und die Gemeinde Nonnweiler zum sechsten Mal das grenzüberschreitende Symposium „Archäologentage Otzenhausen – Archäologie in der Großregion“ (hier: Saarland, Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz, Wallonien und Elsass) in der Akademie.

Archäologen aus Universitäten, Denkmalämtern, Museen und Grabungsprojekten in der o.g. Region berichten über ihre Arbeit und Forschungsergebnisse bzw. -fortschritte. Auch der wissenschaftliche Nachwuchs erhält die Möglichkeit, seine Arbeit vorzustellen. Es sind insgesamt 23 Vorträge (plus Führungen) und eine umfangreiche Posterpräsentation mit Büchertischen geplant. Das abwechslungsreiche Rahmenprogramm umfasst zusätzlich zwei Exkursionstage, an denen Sie auch unabhängig von der Tagung teilnehmen können.

Der Donnerstagabend ist einem bedeutenden Keltenforscher der Großregion gewidmet: Dr. Hans Nortmann. Er arbeitete als Archäologe im Rheinischen Landesmuseum Trier und ging 2017 in den Ruhestand. Die Laudatio hält Dr. Martin Schönfelder (RGZM Mainz).

Das Programm finden Sie in der Anlage.

Die Anmeldung erfolgt ausschließlich per Online-Formular (s.o.). Bitte melden Sie sich bis zum 9. März 2020 an. Um Bezahlung bitten wir erst bei Ihrer Anmeldung im Tagungsbüro.

Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie unsere Einladung an Interessierte aus Ihrem Umfeld weiterleiten würden.

Gern stehen wir Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung und würden uns sehr freuen, Sie zu den Archäologentagen Otzenhausen in der Europäischen Akademie Otzenhausen begrüßen zu können.

Mit herzlichen Grüßen

Stéphanie Bruel | Marco Wölflinger            und               Michael Koch
Geschäftsführung                                                                 Projektleiter

Archäologentage 6 – Call for Papers

Call for Papers: Archäologentage Otzenhausen 19.-22. März 2020

Die nächsten Archäologentage Otzenhausen finden vom 19.-22. März 2020 statt. Heute rufen wir gemeinsam mit dem Veranstalter, wie bereits in den letzten Jahren, fachkundige Referenten auf, ihren Themenvorschlag einzureichen.

Das Thema der 6. Archäologentage Otzenhausen lautet:

Das erste Jahrtausend vor Christus – die Geburt von Europa

In dem Symposium werden aktuelle Forschungen oder auch Auswertungen alter Forschungen vorgestellt. Der wissenschaftliche Nachwuchs darf seine Thesen vorstellen. Die Tagung steht sowohl Fachleuten als auch Interessierten offen. Büchertische und Infostände aus dem Bereich Archäo-Tourismus, Dienstleistung usw. runden, parallel zur Veranstaltung, ebenso wie Exkursionen, unser Konferenzthema ab. Beiträge aus dem Bereich der experimentellen oder rekonstruktiven Archäologie sind ebenso willkommen, z.B. in Form von Vorführungen oder Ausstellungen. Die Archäologentage Otzenhausen sind außerdem ein Come-together und dienen dem gegenseitigen Kennenlernen und fachlichen Austausch.

Geografisch orientieren sich die Referate einerseits an der Großregion. Andererseits werden auch Vorträge gesucht, die sich mit Projekten befassen, welche aus der Großregion heraus entwickelt wurden oder aber die Beziehung der Großregion in der Antike mit anderen Geschichtsräumen darstellen.

Mit dem Thema bewegen wir uns chronologisch vom Übergang der Bronzezeit zur Eisenzeit und decken die gesamte Eisenzeit ab.
Dies ist das Zeitalter der frühen antiken Völker wie Kelten, Etrusker, Griechen usw. Im ersten Jahrtausend v. Chr. entstehen Traditionen, die bis auf den heutigen Tag auf uns einwirken und den Sockel der europäischen Geschichte darstellen.

Wie niemals zuvor lebten die Völker Europas in einem weit reichenden Beziehungsgeflecht, welches ihre zivilisatorische Entwicklung dramatisch beschleunigte. Innerhalb weniger Jahrhunderte wurden die Gesellschaften in ganz Europa völlig umgestaltet und die „Büchse der Pandora“ geöffnet bzw. der „Apfel vom Baum der Erkenntnis gepflückt“: Städtebau, Schrift, Religion, Kunst, Politik, Handwerk, Wissenschaft, Existenzsicherung und vieles mehr veränderten sich grundlegend. Aber auch die Umwelt wurde umgestaltet und begann sich zu verändern.

Das Symposium widmet sich diesen Fragestellungen rund um die Zivilisationsgeschichte des ersten Jahrtausends v. Chr. und begibt sich auf Spurensuche in der Großregion…

Das Organisationsteam setzt sich aus Fachleuten der Großregion zusammen und freut sich über Ihren Vorschlag. Reichen Sie bitte bis zum 15.11.2019 einen Arbeitstitel mit einem knappen Inhalts-Umriss ein.

Mit herzlichen Grüßen,

Michael Koch

Großes Grabungscamp auf dem keltischen Ringwall

In der Zeit vom 16.-24. August 2012 führte der Freundeskreis Keltischer Ringwall e.V. mit dem d´Georges Kayser Altertumsfuerscher asbl (Nospelt-Luxemburg) in Zusammenarbeit mit der TERREX gGmbH am keltischen Ringwall ein gemeinsames Grabungscamp durch. Bereits am 15. August rückten die Ausgräber des GKA mit Ausrüstung und Grabungsgerät an und richteten in der Schutzhütte ihr Quartier ein, während die Mitglieder des Freundeskreises das Versorgungs- und Küchenzelt errichteten.

Tagsdrauf ging es bei allerschönstem Wetter von 8.30 bis 17.00 Uhr an die Arbeit. Mit rund 20 Ausgräbern rückte man gleich auf mehreren Ausgrabungsstellen im Ringwall dem Rätsel der „Akropolis“ und der Siedlungsgeschichte des Hunnenrings zu Leibe. Dabei konnten spannende Befunde aufgedeckt und interessante Keramikfunde aus der Früh- und Spätlatènezeit getätigt werden, darunter auch ein eisernes Messer. Zusätzlich wurden 10 Pfostenlöcher unterschiedlichen Typs ausgegraben und dokumentiert. Dank der grabungserfahrenen und engagierten ehrenamtlichen Hilfe der Altertumsfuerscher und des Freundeskreises war es zusätzlich möglich, die große Grabungsfläche des vergangenen Jahres abzuschließen (es wurden rund 1100 Arbeitsstunden geleistet!).  Bei der Grabungs-Fortsetzung der Fundstelle am zweiten römischen Tempel wurden weitere Fragmente eines Weihedenkmals aufgefunden, die noch viel Stoff zum Weiterforschen bieten…  

Die zahlreichen Touristen und Besucher konnten während und nach der Ausgrabungszeit viel über die Ringwall-Archäologie erfahren. Doch auch bei aller archäologischen Begeisterung wurden die deutsch-luxemburgischen Beziehungen mit viel Geselligkeit begleitet. Am Sonntag – es war wohl der heißeste Tag des Jahres – war das Helferfest, zu dem alle herzlich eingeladen waren und sich viel Besuch aus der näheren Umgebung und aus Luxemburg einfand.  

Die Gästeführerin der Gemeinde Nonnweiler Evi Zarth lud unsere Luxemburger Freunde zu einer unvergesslichen Sondervorstellung der inszenierten Erlebniswanderung vor der beeindruckenden Kulisse des abendlichen Ringwalls ein.

Das gemeinsame Grabungscamp war für alle Beteiligten nicht nur aus archäologischer Sicht ein großer Erfolg! Durch die vielen Gespräche und das gemeinsame Ausgraben wurde viel Know-How ausgetauscht. Die Deutsch-Luxemburgischen Beziehungen wurden am geselligen Abschlussabend, dem „Luxemburger Abend“, mit >Fritten, Ham und Szalot< und viel Humor bedeutend vertieft.