Belebung des Keltendorfs (05.06.2021)

Kelten-Römer-Treffen Otzenhausen 2019
Samstag 5. Juni Belebung im Keltendorf
 
Unsere Vereinsmitglieder beleben am Samstag das Keltendorf und führen antikes Handwerk vor. Gerne berichten sie den Besuchern aus der Lebenswelt der Kelten und beantworten ihre Fragen.
 
Für Getränke ist gesorgt. Wir haben frischen Römerwein (Mulsum) und Kelten-Met.
 
Hinweis: Für die Akteure gilt ebenfalls der Test-/Impf-/Genesenen-Nachweis.
 
Uhrzeit: 10:00-18:00 Uhr
Eintritt frei – Spenden sind willkommen

Keltenpark öffnete wieder am 5. Juni 2021

Keltenpark Otzenhausen wieder geöffnet

Am kommenden Samstag, den 5. Juni öffnet der Keltenpark zum ersten Mal in diesem Jahr seine Tore.
Wegen des Baustellenbetriebs für das Nationalparktor-Besucherzentrum hat der Park geänderte Öffnungszeiten:
Samstags und sonn- & feiertags von 10:00-18:00 Uhr
(Änderungen wegen besonderen Baustellenmaßnahmen vorbehalten)
 
Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen!
 
Das Jahresprogramm können Sie hier runterladen:
 
Auf der Website www.keltenpark-otzenhausen sowie unter Facebook finden Sie aktuelle Infos. https://www.keltenpark-otzenhausen.de/keltendorf/oeffnungszeiten/
 
Achtung: Die derzeitigen Corona-Bestimmungen verlangen eine telefonische Anmeldung sowie einen negativen Corona-Test oder Impf- bzw. Genesenenbescheinigung. Ansonsten kann kein Eintritt gewährt werden.
 
In Otzenhausen gibt es ortsnah ein Testzentrum: Kirchstraße 3
Montag bis Freitag: 10:00 bis 14:00 Uhr und 15:00 bis 19:00 Uhr, Samstag: 09:00 bis 13:00 Uhr, Sonn- und Feiertage: 10:00 bis 14:00 Uhr.

21.05 – 06.09.2021
EISENZEIT. EUROPA OHNE GRENZEN
Staat.Mus. Moskau

Eisenzeit. Europa ohne Grenzen

21. Mai bis 6. September 2021

Staatliches historisches Museum

Platz der Revolution, 109012 Moskau

https://shm.ru/

Armring von Schwarzenbach in St. Petersburg ausgestellt

Am 10. November wurde die Ausstellung „Eisenzeit – Europa ohne Grenzen“ in der Eremitage in Sankt Petersburg in Russland eröffnet. Diese Ausstellung wurde in Kooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin vorbereitet und zielt auf eine neue Ära der internationalen Zusammenarbeit und des Dialogs.

Die Ausstellung ist bis zum 28. Februar zu sehen, und soll dann vom 15. April bis zum 15 Juli 2021 im Historischen Museum am Roten Platz in Moskau gezeigt werden. Da es sich um Beutekunst-Objekte handelt, kann sie in Deutschland nicht gezeigt werden.

Neben dem Halsring von Besseringen ist auch der goldene Armreif von Schwarzenbach ausgestellt. Er stammt aus einem Grabhügel bei Schwarzenbach und war eine Grabbeigabe der Gründerdynastie des keltischen Ringwalls von Otzenhausen. Er datiert in die Zeit um etwa 400 v. Chr. und zählt wegen seiner außergewöhnlichen Verzierungen zu den bedeutendsten keltischen Kunstwerken. Er ist ein wichtiger kulturhistorischer Beleg für die Integration etruskischer Bilderwelt in die keltische Vorstellungswelt.

Der Armring wurde 1849 entdeckt und gelangte unmittelbar in den Besitz der Familie Böcking, die damals die Eisenhütte in Abentheuer betrieb. Im Rheinischen Landesmuseum in Trier befindet sich eine vor 1903 angefertigte Galvanokopie.

Das Original hingegen verblieb bis 1933 im Besitz von Irina Böcking (Köln) und wurde vom Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte angekauft. Um ihn und andere Gegenstände vor den drohenden Auswirkungen des 2. Weltkriegs zu schützen, wurde er 1939 verpackt.

Jedoch erbeutete nach Kriegsende die Rote Armee zwischen 1945 und 1947 die fraglichen Kisten und so wurde der Ring zur russischen Kriegsbeute. Seitdem galt der Armring als verschollen bzw. war wegen der politischen Umstände nicht vorzeigbar.

Die Duma erklärte 1998 per Gesetz die „kriegsbedingt verbrachten Kulturgüter“ zum nationalen Eigentum Russlands, freilich ohne Einverständnis der Bundesrepublik Deutschland. Deshalb können die Objekte nicht zu Ausstellungszwecken nach Deutschland gebracht werden, da ansonsten diese vom Zoll konfisziert werden würden…

Durch die Bemühungen der Berliner Museen und des Petersburger Museums konnte nun ein entscheidender Schritt getan werden und der Armring wird wieder der Öffentlichkeit präsentiert. Somit steht er zumindest wieder wissenschaftlichen Untersuchungen zur Verfügung.

Wir beglückwünschen die beteiligten Forscher und Kuratoren ganz herzlich zu ihrem Mut und diesem Erfolg!

Infos zur Ausstellung: https://www.smb.museum/nachrichten/detail/ausstellung-eisenzeit-europa-ohne-grenzen-in-st-petersburg-eroeffnet/

Videogrußbotschaft von Staatsministerin Müntefering
https://germania.diplo.de/ru-de/aktuelles/-/2414242

Den Internetauftritt der Eremitage finden Sie hier
https://www.hermitagemuseum.org/wps/portal/hermitage/what-s-on/?lng=de

Im Eröffnungsvideo können Sie ab Minute 53 den Armring neben dem Halsring sehen:

Der Armring von Schwarzenbach befindet sich in der Vitrine neben dem Halsreif von Besseringen (Bild: Ausschnitt aus dem Youtube-Video).

Jahresbericht 2019/20 erschienen

Jahresbericht 2019/20 erschienen

Im Jahresbericht veröffentlichen wir die Tätigkeiten des Vereins. Früher geschah dies im Rahmen der Jahresmitgliederversammlung. Doch bedingt durch die Pandemie war es nicht möglich, sich zu versammeln. Daher wurde der Bericht in ausführlicher Form niedergelegt.

Jahresbericht 2019/2020

02.12.2021
Frühe Zeit der Kelten im Keltenland Hochwald-Hunsrück-Nahe
Vortrag von Michael Koch

KELTENLAND HOCHWALD HUNSRÜCK-NAHE 
DIE FRÜHE ZEIT DER KELTEN

Referent: Michael Koch
 
Datum: 02. Dezember 2021 19:00 Uhr
Ort: Kolpinghaus, Oldenburger Str. 4, 66620 Nonnweiler-Schwarzenbach
 

Das Keltenland Hochwald-Hunsrück-Nahe weist Spuren aus über 6 Jahrhunderten keltischer Geschichte auf. Der Vortrag behandelt die Epoche der keltischen Landnahme im Hochwald-Hunsrück-Raum und soll einen Überblick zum archäologischen Forschungsstand bieten. 

Es ist die Zeit der ersten Siedler im Hochwald. Sie errichteten die ersten Burgen und Siedlungen. Wer waren diese Leute? Woher kamen sie, die „ersten“ Kelten? Waren es überhaupt „Kelten“?

Der Hochwald-Hunsrückraum weist spannende Funde und Befunde aus dieser Zeit auf, die ihresgleichen suchen und in Europa als „Meisterwerke keltischer Kunst“ bezeichnet werden.

Michael Koch leitete von 2005–2012 die Ausgrabungen im „Hunnenring“ von Otzenhausen und organisiert seit 2013 die „Internationalen Archäologentage“ an der Europäischen Akademie Otzenhausen. Als Projektentwickler für die Gemeinde Nonnweiler und Vorsitzender der „Hochwaldkelten“ gestaltet er das Bildungsprogramm im Keltenpark. Seit 2020 arbeitet er an der Potenzialanalyse des Keltenlandes Hochwald-Hunsrück-Nahe hinsichtlich einer möglichen Inwertsetzung als Weltkulturerbe-Region.

Veranstalter: Verein für Heimatkunde Nonnweiler in Kooperation mit Gemeinde Nonnweiler

Der Eintritt ist frei.

Moskau: Armring von Schwarzenbach ausgestellt

Armring von Schwarzenbach in St. Petersburg ausgestellt

Am 10. November wurde die Ausstellung „Eisenzeit – Europa ohne Grenzen“ in der Eremitage in Sankt Petersburg in Russland eröffnet. Diese Ausstellung wurde in Kooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin vorbereitet und zielt auf eine neue Ära der internationalen Zusammenarbeit und des Dialogs.

Die Ausstellung ist bis zum 28. Februar zu sehen, und soll dann vom 15. April bis zum 15 Juli 2021 im Historischen Museum am Roten Platz in Moskau gezeigt werden. Da es sich um Beutekunst-Objekte handelt, kann sie in Deutschland nicht gezeigt werden.

Neben dem Halsring von Besseringen ist auch der goldene Armreif von Schwarzenbach ausgestellt. Er stammt aus einem Grabhügel bei Schwarzenbach und war eine Grabbeigabe der Gründerdynastie des keltischen Ringwalls von Otzenhausen. Er datiert in die Zeit um etwa 400 v. Chr. und zählt wegen seiner außergewöhnlichen Verzierungen zu den bedeutendsten keltischen Kunstwerken. Er ist ein wichtiger kulturhistorischer Beleg für die Integration etruskischer Bilderwelt in die keltische Vorstellungswelt.

Der Armring wurde 1849 entdeckt und gelangte unmittelbar in den Besitz der Familie Böcking, die damals die Eisenhütte in Abentheuer betrieb. Im Rheinischen Landesmuseum in Trier befindet sich eine vor 1903 angefertigte Galvanokopie.

Das Original hingegen verblieb bis 1933 im Besitz von Irina Böcking (Köln) und wurde vom Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte angekauft. Um ihn und andere Gegenstände vor den drohenden Auswirkungen des 2. Weltkriegs zu schützen, wurde er 1939 verpackt.

Jedoch erbeutete nach Kriegsende die Rote Armee zwischen 1945 und 1947 die fraglichen Kisten und so wurde der Ring zur russischen Kriegsbeute. Seitdem galt der Armring als verschollen bzw. war wegen der politischen Umstände nicht vorzeigbar.

Die Duma erklärte 1998 per Gesetz die „kriegsbedingt verbrachten Kulturgüter“ zum nationalen Eigentum Russlands, freilich ohne Einverständnis der Bundesrepublik Deutschland. Deshalb können die Objekte nicht zu Ausstellungszwecken nach Deutschland gebracht werden, da ansonsten diese vom Zoll konfisziert werden würden…

Durch die Bemühungen der Berliner Museen und des Petersburger Museums konnte nun ein entscheidender Schritt getan werden und der Armring wird wieder der Öffentlichkeit präsentiert. Somit steht er zumindest wieder wissenschaftlichen Untersuchungen zur Verfügung.

Wir beglückwünschen die beteiligten Forscher und Kuratoren ganz herzlich zu ihrem Mut und diesem Erfolg!

Infos zur Ausstellung: https://www.smb.museum/nachrichten/detail/ausstellung-eisenzeit-europa-ohne-grenzen-in-st-petersburg-eroeffnet/

Videogrußbotschaft von Staatsministerin Müntefering
https://germania.diplo.de/ru-de/aktuelles/-/2414242

Den Internetauftritt der Eremitage finden Sie hier
https://www.hermitagemuseum.org/wps/portal/hermitage/what-s-on/?lng=de

Im Eröffnungsvideo können Sie ab Minute 53 den Armring neben dem Halsring sehen:

Der Armring von Schwarzenbach befindet sich in der Vitrine neben dem Halsreif von Besseringen.

Pressemeldung Umweltministerium Saarland 1.11.2020

Potenzialanalyse Keltenland: Umweltminister Reinhold Jost übergibt Zuwendungsbescheid in Höhe von 85.738 Euro

 | Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | Agrar- und Landentwicklung

In der Gemeinde Nonnweiler besteht mit dem aus dem 1. Jahrhundert vor Christus stammenden keltischen Ringwall in Otzenhausen ein kulturgeschichtlicher Standort, der in seiner Dimension und seinem Erhaltungszustand einzigartig in Europa ist.

Besondere Synergien der touristischen Vermarktung bieten sich hier mit der neuen Nationalparkregion Hunsrück-Hochwald an. Umweltminister Reinhold Jost übergab jetzt dem Nonnweiler Bürgermeister Dr. Franz-Josef Barth einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 85.738 Euro, um eine Potenzialanalyse für das „Keltenland Hochwald-Hunsrück-Nahe“ durchzuführen. „Hier bietet sich eine außerordentliche Chance der interkommunalen Vernetzung, wovon auch der ländliche Raum enorm profitieren kann“, erläutert Jost.

Zentrales Projektziel ist es, die Potenziale einer gemeinsamen regionalen Markenbildung als „Keltenland Hochwald-Hunsrück-Nahe“ zu erfassen. „Die einzigartige Dimension und Bedeutung des keltischen Ringwalls von Otzenhausen erlaubt eine gemeinsame Inwertsetzung zu Gunsten von Tourismus, Wissenschaft, Bildung und Denkmalschutz in der Region“, so Jost. In einem ersten Schritt soll neben einer Analyse der Möglichkeiten ein regionales Netzwerk etabliert werden und ein Maßnahmenkatalog als Grundlage für Folgeprojekte entstehen. „In diesem Zusammenhang soll auch die Möglichkeit geprüft werden, eine Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe zu erhalten“, so der Minister.

Im regionalen Umfeld um den Ringwall findet sich eine Vielzahl weiterer bedeutender Relikte und Fundstandorte aus der keltisch-römischen Epoche (u.a. Keltendorf in Bundenbach, Kelten-Römer-Museum in Morbach, Fürstengräber von Thomm, Gehweiler und Hoppstädten-Weiersbach). Jost: „Die räumliche Nähe dieser Kulturstätten bietet „schlummernde“ Potenziale. Ich sehe gute Chancen, das kreis- und bundesländerübergreifende gallo-romanische Erbe erstmals in einen gemeinsamen Rahmen zu bringen.“ 

Rennofenbau

Keltische Eisenindustrie

Während des September 2020 errichteten die Hochwaldkelten mehrere Rennöfen und installierten einen Verhüttungsplatz. Am 3. Oktober wollen wir versuchen auf alte Weise Eisen herzustellen… (witterungsabhängig).

Grubenbrand 2020

Keramik-Grubenbrand im Keltenpark

12. September 2020

Der Arbeitskreis `Keramik´ der Hochwaldkelten führt unter Leitung von Bettina Kocak einen Keramik-Grubenbrand im Keltenpark durch. Dieses mal steht das Brennen der großen Vorratsgefäße auf dem Programm. Sie wurden in vergangenen Aktivitäten getöpfert und sollen das Keltendorf weiter ausstatten.